Von USA nach Deutschland

Der erste Eindruck:
Am Anfang dachte ich, dass ich die Zeit bei JFC nicht überleben werde. Alles war einfach ganz anders für mich. Erstens, die Sprache. Zweitens, die Leute. Und drittens, ein ganz neues Land. Ich hatte im Vornherein nicht gedacht, dass es so schwierig wird. Ich habe mich gefragt, ob mein Deutsch wohl besser werden würde. Und ob Gott mich an die falsche Stelle gestellt hat, obwohl ich über diese Einstellung von mir so enttäuscht war.

Die Einsätze:
Aber dann kamen die Einsätze. Ich habe mich das erste Mal in meinem Leben wirklich wie eine Missionarin gefühlt. Nein, nicht wie eine Missionarin, sondern wie ein Soldat. Wir sind auf die Straße gegangen, um mit anderen Leuten zu reden. Und nicht nur um zu reden, sondern um über Gott zu reden. Für mich war das total schwer. Denn die Leute kamen nicht von alleine zu uns in den Bus. Wir mussten nach draußen vor den Bus gehen. Das bedeutet, dass wir nicht bequem sein konnten. Wir mussten unsere eigenen Probleme hinter uns lassen, und unsere Schüchternheit wegwerfen.

Eine veränderte Meinung:
Dann habe ich etwas total wichtiges realisiert: Das Ganze geht nicht um mich. Es geht um die Leute, die Gott nicht kennen. Dieser wichtige Gedanke kam mir, als ich mit einem Mädel gesprochen habe. Sie hat gesagt, dass sie an Gott glauben will, aber sie hat nichts von Gott gewusst. Sie wollte mehr über Gott hören, damit sie ein bisschen besser verstehen kann, wer Gott ist. Ich habe gewusst, gerade in diesem Moment, dass ich deswegen hier bin. Viele verschiedene solcher Gott-Momente haben meine Meinung weiter verändert. Gott hat mich an die perfekte Stelle gestellt, mit Leuten mit denen ich wirklich sprechen konnte. Ich habe einen 15 Jahre alten Jungen getroffen, der mich sehr beeindruckt hat. Er hatte so viel Talent - er war echt intelligent. Ich habe mit ihm viele Male über das, was er glaubt, gesprochen. Ich konnte ihm echt sagen, dass es besser ist, mit Gott zu leben. Am letzten Einsatztag an diesem Ort war er betrunken. Ich habe ihm gesagt, dass ich ihn nicht richte, sondern dass ich will, dass sein Leben wirklich gut ist. Ich habe gesagt, dass man kein so gutes Leben haben kann, wenn man zu viel Alkohol trinkt. Daraufhin hat er gesagt, wenn er eine andere Möglichkeit hätte, würde er das machen. Ich sagte, dass er zu Dirk, dem Pastor, gehen und nach seiner Handynummer fragen soll. Er hat genau das gemacht und ich hoffe, dass sie in Kontakt bleiben. Vielleicht wird er etwas an seinem Leben ändern.

Was ich jetzt tun will:
Ich will mit ganzem Herzen Gottes Arbeit machen. Nicht, dass ich sagen kann, dass ich etwas gut gemacht habe, sondern dass Gott sagen kann, dass ich ihm gut gedient habe. Ich will sagen können, dass Leute durch unsere Gespräche ein besseres Leben gelebt haben. Aber mehr als nur das. Ich will sehen, dass diese Leute in den Himmel kommen.

C. A.,18 Jahre
Volontärin aus den USA